Carl-Humann-Gymnasium Essen 0201 85689 30

sekretariat@carl-humann.de

„Sunshine Abi 2021“ – Lässig-entspannte CHG-Feier im Freibad

23 Juni 2021
 Juni 23, 2021

Nach dem Autokino-Ruhr 2020 nun die Liegewiese des Steeler Schwimmvereins: Zum Abschluss des zweiten Corona-Abiturs in Folge, das Schüler, Lehrer und Eltern vor besondere Herausforderungen gestellt hatte, ging es zum Ausgleich betont entspannt und lässig zu. Am Mittwoch, 16. Juni 2021, startete kurz nach 16:00 Uhr die diesjährige Abiturfeier inklusive Entlassgottesdienst, Zeugnisverleihung und nachgeholtem Abischerz auf dem Gelände des Steeler Schwimmvereins.

Die Sonne strahlte, die Stimmung war gut und die Outfits deutlich legerer als üblich. Statt High Heels trugen die meisten Abiturientinnen flache Sandalen oder Flip-Flops, die Abiturienten nur Hemd und Hose statt komplettem Anzug und in Einzelfällen sogar Hemd zu Badeshorts und Hosenträgern. Erlaubt war, was gefiel und den hohen Temperaturen angemessen erschien.

Los ging es mit dem Abiturgottesdienst, der unter dem Motto „Friedenstifter sein“ abgehalten wurde und bei dem zum ersten Mal seit vielen Jahren ein vertrautes Gesicht fehlte: Schulpfarrer Joachim Dahlhoff erinnerte in seinen einleitenden Worten an den kürzlich verstorbenen Dr. Geschwinder, mit dem er sonst traditionell gemeinsam die ökumenischen Begrüßungs- und Entlassgottesdienste geleitet hatte und der auch im vergangenen Jahr im Autokino-Ruhr noch dabei gewesen war.

Den Auftakt des offiziellen Teils der Abiturverleihung bildete wie 2020 ein Film, dieses Mal mit dem Titel „Testsieger“. Die Geschichte, die vor zwei Jahren noch völlig absurd gewesen wäre, erschien jetzt nur noch ganz leicht übertrieben: Schulleiter Thomas Reuter hat vergessen, sich für die Veranstaltung im Steeler Freibad testen zu lassen und braucht nun noch schnell einen negativen Corona-Schnelltest, der, wie könnte es anders sein, nirgendwo aufzutreiben ist. Zunächst steht er vor einem verschlossenen Testzentrum, versucht es dann beim Schnelltest-Dealer unter der Brücke des Bahnhofs Kray-Süd und landet schließlich im tiefsten Wald, wo ihm „Dr. W. Winnetou, Fachmediziner für SarsCov2“ nach einem rituellen Tanz ein negatives Testzertifikat ausstellt. Nach schlappen viereinhalb Stunden schafft es Reuter, wieder am CHG zu sein und hat unterwegs jede Menge Leute getroffen, die ihm bekannt vorkamen (alle Beteiligten sind Teil des Kollegiums), die aber vehement bestritten, ihn je zuvor gesehen zu haben.

Dass man auch die diesjährigen Abiturienten als „Testsieger“ bezeichnen könnte, machte der Schulleiter in seiner anschließenden Abiturrede deutlich. Eine Rekordzahl von 34 Schülerinnen und Schülern hat trotz aller Widrigkeiten eine Eins vor dem Komma erreicht! Ein Aspekt, den Thomas Reuter besonders hervorhob, war das hohe Maß an Pragmatismus und Lässigkeit, mit dem die Abiturienten die besondere Situation in ihrem letzten Schuljahr bewältigt hatten. So mussten sie neben Tests, Masken und Homeschooling auf ihre Leistungskursfahrten und den Abischerz verzichten, seien aber immer bereit gewesen, die notwendigen Schritte zu gehen, um sicher ihr Ziel zu erreichen. Somit hätten sie bereits die Reife gezeigt, die ihnen nun mit dem Abiturzeugnis bescheinigt werde.

Besondere Ehrungen gab es für Laura Andric und Levent Kaya, die das Abitur mit der Traumnote 1,0 bestanden haben, für Zeha Omer, der in Klasse 7 ohne Deutschkenntnisse als sogenannter Seiteneinsteiger ans CHG gekommen war und auf dessen Abiturzeugnis als Gesamtnote nun eine Eins vorm Komma steht, sowie für vier weitere Schüler und eine Schülerin, die aufgrund ihrer Ausnahmeleistungen im Physikabitur für ein Jahr in die „Deutsche physikalische Gesellschaft“ aufgenommen wurden.

Neben dem offiziellen Programm blieb viel Zeit für das entspannte Beisammensein. Die Familien picknickten auf dem Rasen, unterhielten sich und lauschten der Schülerband, die mit über den Abend verteilten Einlagen für den richtigen Sound zum „Sunshine Abi“ sorgte.

Ganz zum Schluss gehörte die Bühne denen, um die es eigentlich ging: Die Abiturienten, die bereits zuvor in einer lockeren Rede ihre Schulzeit Revue passieren lassen hatten, nutzten die Gelegenheit, um die sonst traditionell beim Abischerz stattfindenden Spiele zwischen Schülern und Lehrern nachzuholen. Somit klang der Abend aus, wie er begonnen hatte: Mit einer großen Portion Spaß und Lässigkeit.

An dieser Stelle wollen wir es nicht versäumen, auch nochmal dem Schwimmverein SV Steele 1911 e.V. nicht nur für die Bereitstellung des Grundstücks, sondern auch für die organisatorische Unterstützung herzlich zu danken.

Der letzte Dank gilt der großzügigen Kollekte, die nach dem Abiturgottesdienst zusammengekommen ist und den Schwestern Mutter Theresas und ihrer Arbeit zugute kommt.

Text: Nina Schloemer

Comments are closed.