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Jobshadowing an der Cité Scolaire Internationale Europole in Grenoble

14 September 2022
 September 14, 2022

Wir waren in Grenoble zum Jobshadowing im Rahmen von Erasmus+. Wir beide kennen Grenoble ja eigentlich schon von mehreren Austauschen mit unseren Schülerinnen und Schülern. Warum dann also extra noch mal hinfahren zum Jobshadowing? Unser Austausch, der kontinuierlich seit über 40 Jahren stattfand, musste die letzten beiden Jahre wegen der Pandemie ausfallen. Kurz vor dem ersten Shutdown – nämlich im Februar 2020 – haben uns die französischen Schülerinnen und Schüler und zwei Kolleginnen noch besucht, schon den Rückbesuch mussten wir dann aber schweren Herzens absagen.

Eigentlich wollten wir nach der Pause den Austausch begeistert wieder aufnehmen, allerdings geht unsere Kollegin auf französischer Seite Sabina Boers Anfang Oktober in den Ruhestand. Und ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin ist noch nicht in Sicht. Daher wollten wir den Kontakt zu unserer Partnerschule, die nun auch eine neue Schulleiterin hat, persönlich intensivieren und vor Ort einige Personen treffen, die sich für den Erhalt des Austausches einsetzen könnten. Das haben wir geschafft: Wir haben die neue Schulleiterin Mme Degroote, Mme Sibelle vom Maison de l’international der Stadt Grenoble (Schwerpunkt Europa-Projekte) getroffen und viele Kolleginnen und Kollegen aus der deutschen Abteilung der internationalen Schule kennengelernt. Selbst wenn noch nicht klar ist, wer unseren Austausch im Schuljahr 2023/24 auf französischer Seite organisieren und durchführen wird, sind wir optimistisch, dass er nach der unfreiwilligen Pause wieder Fahrt aufnehmen kann.

Wir haben die Zeit in Grenoble außerdem genutzt, um Unterricht zu besuchen und teilweise mitzugestalten, was eine tolle und interessante Sache war. So sind wir z. B. im bilingualen Sachfachunterricht Geschichte der Frage nachgegangen: Welche Haltung hatte Goethe zur Französischen Revolution?

Auch der Unterricht in einer AbiBac-Klasse und in einem 4. Lernjahr Deutsch war spannend, zumal wir in Kleingruppen kleine Geschichten erfunden und szenisch dargestellt haben.

Zu dieser Teilnahme am Unterricht haben wir während des Austauschs sonst nämlich nur wenig Gelegenheit. Alle Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schüler haben uns offen, freundlich und kommunikativ empfangen. Und dann haben wir plötzlich vor einem Klassenraum zufällig Adam getroffen. Da der offizielle Austausch pausiert hat, Adam aber dennoch sein Deutsch aufbessern wollte, haben wir ihm einen privaten Aufenthalt bei einem unserer Schüler vermittelt. So war er im August für zwei Wochen bei Mika und seiner Familie. Wir freuen uns darauf, bald hoffentlich wieder noch mehr französische Schülerinnen und Schüler in Essen zu begrüßen und mit unseren Schülerinnen und Schülern nach Grenoble zu fahren.

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