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CHG Ostergruß 2021 Zuversichtlich leben

3 April 2021
 April 3, 2021

Zuversichtlich leben…

 

Liebe Schülerinnen und Schüler,

liebe Eltern,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

liebe Freunde des Carl-Humann Gymnasiums!

 

Corona Ostern 2020

Fallzahlen damals in Deutschland:

109.000 infizierte Menschen.

2000 Todesfälle.

Und erster Lockdown. 

 

Pandemie Ostern 2021

Dejavue.

Fallzahlen in Deutschland Stand 01.04.2021:

2.833.173 infizierte Menschen.

76.543 Todesfälle.

 

Fallzahlen weltweit:

129.000.000 infizierte Menschen.

2.820.000 Todesfälle.

 

Über einen dritten „harten“ Lockdown 

wird bei uns in Deutschland kontrovers diskutiert. 

 

Was ist heute anders?

Das Virus hat sich verändert.

Mehr als 12.000 solcher Veränderungen (Mutationen) des Coronavirus 

sind inzwischen bekannt. 

Drei davon bereiten den Experten besondere Sorge. 

Sie werden benannt nach den Ländern, in denen sie erstmals entdeckt wurden: 

Die britische Mutation B.1.1.7, 

die südafrikanische Virusvariante B.1.351 

und die brasilianische Variante B.1.1.248.

Was die Mediziner sorgt?

Diese Varianten sind hochansteckend

und führen zu mehr Intensivpatienten und Todesfällen, 

weil mehr Menschen infiziert werden.

 

Darüber hinaus besteht heute für jedermann*die Möglichkeit, 

sich schnell testen zu lassen oder sich selbst testen zu können,

damit die Pandemie kontrollierbar bleibt.

 

Und – wenn auch im Verfahren holprig und mit manchem Ärger verbunden -, 

werden seit Wochen endlich schützende Vakzine verimpft, 

um die Pandemie zu überwinden.

 

Und doch bleibt die eindringliche Mahnung, 

die bestehenden Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen zu beachten,

um sich und andere so vor Infektion und weiterer Ausbreitung des Virus zu schützen.

 

Was ist geblieben?

Ein nach wie vor potentes, lebensbedrohliches Virus,

dass unser Leben auf so vielfältige Weise schmerzlich beschädigt 

und auf den Kopf gestellt hat,

verbunden mit alten und neuen Herausforderungen und Belastungen

für unsere körperliche und seelische Gesundheit, 

für unsere familiären und freundschaftlichen Beziehungen,

für unsere wirtschaftliche Existenz und Zukunft,

für unsere umfänglichen und vielfältigen gesellschaftlichen Systeme 

wie Bildung und Ausbildung, Altenpflege und medizinische Versorgung,

Politik und Kultur 

und für unseren Zusammenhalt als Gesellschaft.

 

Was ist geblieben?

Die Sehnsucht nach Normalität.

Die Sehnsucht nach einem Alltag ohne Beschränkungen. 

Die Sehnsucht auf Rückkehr in ein von Corona unbeschwertes Leben.

 

Was kann ich tun?

In unsere Schulfahne, die gut verwahrt in St. Laurentius steht,

ist in lateinischer Sprache ein Wort aus Psalm 111 eingewebt.

Es ist der erste Satz aus Vers 10: „Initium sapientiae timor domini! –

Der Anfang der Weisheit ist die Furcht des Herrn!“

 

Die Furcht vor Gott als Weisheit letzter Schluss, um diese Krise zu meistern?

Mein Hinweis auf dieses Psalmwort soll nicht vermessen klingen. 

Für überhebliche Besserwisserei ist hier kein Platz.

 

Wenn der Psalm 111 u.a. ein Loblied auf die Gnade und Barmherzigkeit Gottes singt,

dann erinnert er mich aber daran, 

dass es in diesen Zeiten auch entscheidend auf mein Verhalten ankommt,

wenn wir unser „altes“ Leben zurückgewinnen wollen – 

trotz all der mit der Pandemie verbundenen (persönlichen) Belastungen und Verluste, 

trotz all der zu ihrer Überwindung bereits getroffenen Maßnahmen.

 

Weil wir nur in Beziehung zu anderen Menschen leben und überleben können, 

bleiben wir – notwendigerweise – aufeinander angewiesen. 

 

In diesen Zeiten kommt es für mich darum mehr denn je 

auf meine Achtsamkeit im Umgang mit mir selbst und anderen an

und darum auf mein Mitgefühl,

auf meine Mitmenschlichkeit,

auf meine Bereitschaft zu unbedingtem Zusammenhalt

und vorbehaltloser Unterstützung –

und auf ein gesundes Maß an Selbstdisziplin, Geduld und Bescheidenheit.

 

Wenn wir das hinbekämen – und da bin ich zuversichtlich -,

könnte unser strapaziertes Leben in vielfacher Hinsicht an neuer Qualität gewinnen!

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen ein gesegnetes Osterfest.

Auch im Namen der Fachschaften „Evangelische und Katholische Religion“

grüßt herzlich

 

Joachim Dahlhoff,

Pfarrer und Schulseelsorger

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Ostergruß 2021

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