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QR-Codes: der Privatcode im öffentlichen Raum

15 Oktober 2012
 Oktober 15, 2012

Im Rahmen der halbjährigen Unterrichtsreihe „Chaos und Ordnung“ haben wir uns in unterschiedlichen Übungen und Projekten mit dem Zufall, mit Ordnungssystemen und Formen des (Privat-)Codes beschäftigt. Daraus entwickelten wir die Idee, der Litfasssäule auf dem Schulhof des CHGs ein neues Outfit zu verpassen, aber nicht irgendeins, sondern ein codiertes.

Von einem „Schulcode“  bis zur „interaktiven Säule“ waren tolle Ideen dabei.

Nach mehreren Stunden des Nachdenkens, Diskutierens und Modellbauens blieben im Endeffekt zwei Ideen – zum einen die Gestaltung der Säule durch Schattenbilder unserer Profile, zum anderen die Präsentation von QR-Codes mit unseren persönlichen Aussagen. (QR- Codes sind grafische Codes, die mit Hilfe von Smartphones gescannt und decodiert werden können.) Hierüber wurde abgestimmt. Komischerweise gab es mehr Stimmen als Leute im Kurs, aber macht ja nichts, wir sind kreativ. Also verschmolzen wir die beiden Ideen zu einer neuen: Schattenbild und QR-Code wurden zum gemeinsamen Gestaltungselement der Säule.

Nach Planung des Gestaltungsrasters, des benötigten Materials und der Zeiteinteilung bei leckerem Kuchen (Danke nochmal an Frau Höch!) starteten wir unsere Aktion. Wir schossen Bilder unserer Profile, bearbeiteten diese zu „Schatten“ und codierten persönliche Aussagen zu unseren eigenen QR-Codes.

Danach ging es zur Säule, um sie weiß zu streichen, wobei es einige „Opfer“ in Form bemalter Kleidung gab.

Anschließend mussten die Codes und Bilder der Profile angebracht werden, doch das Wetter spielte nicht mit, wodurch alles etwas länger dauerte als geplant. Daneben gab es natürlich auch andere Probleme, mit denen wir uns auseinander setzen mussten: „Das ist total schief!“, „Irgendwie passt das nicht!“, „Mir ist kalt!“. Doch trotzdem gaben wir nicht auf und vollendeten am 24.01.2012 unser Werk mit einem dicken Ausrufezeichen.

Die ersten Schaulustigen kamen prompt, um die QR-Codes mit ihren Smartphones zu entschlüsseln und zu überlegen, wer das wohl hinter der Silhouette sein könnte. „Das funktioniert ja echt!“, waren einige erstaunt, verstanden aber nicht sofort, was der Satz, der nun auf ihrem Handydisplay stand, bedeuten sollte. Müssen sie auch gar nicht, denn auch wir haben uns über unsere Sätze viele Gedanken gemacht und aufgeschrieben, was sich nicht jeder trauen würde, laut zu sagen.

Im Endeffekt war es eine lustige Aktion mit einem tollen Ergebnis, das die Ansichten junger Leute in einer modernen Weise wiedergibt und hoffentlich den einen oder anderen zum Nachdenken anregt.

Sarah G. und Carina R.

 

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