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(M) Ich schreibe/n - zwischen Fakten und Fiktion

17 März 2013
 März 17, 2013

Wer denkt, dass man im Fach Literatur nur alte Bücher und Dramen liest, liegt falsch. Natürlich bleibt der ein oder andere Text nicht aus, aber in erster Linie geht es darum selber kreativ und selbstbestimmt zu arbeiten. Wir beschäftigen uns beispielsweise seit Beginn dieses Halbjahres mit Fragen, Möglichkeiten und literarisch-künstlerischen Formen der (Auto-)Biographie.

Anfangs begegneten uns besondere Texte der „erzählten Lebensgeschichte“ – ausgewählte Beispiele von Geburts- und Todesanzeigen aus einer Tageszeitung. Was haben diese nun mit klassischen Biografien oder geschweige denn mit Autobiografien zu tun?

Erzählt wird hier über die betreffende Person, meist von Angehörigen, die mittels Anzeigengröße, Schriftbild und Layout einen „Text“ gestalten. Entsprechende (auto-)biografische Spuren werden sprachlich oder bildlich dargelegt in Form von persönlichen Gedanken, Zitaten oder Widmungen. Oft kann man sich dabei ganz konkret ein Bild von der Person machen, sei es durch den Druck eines repräsentativen oder alltäglichen Fotos oder abstrakter durch das Faktische der Daten.

Nach dieser Einführung folgten unterschiedliche Übungen, in denen wir unserer Kreativität freien Lauf lassen konnten.

Jeder von uns interpretierte diese sehr individuell, beispielsweise wurde ein persönlicher Tagebucheintrag in Form einer subjektiven Stadtkarte, eines Informationsplakates oder einer „To-do-Liste“ umgesetzt.

Einzig die Terminvorgaben sind für alle gleichsam gültig und bindend. Ansonsten steht vor allem im Vordergrund, dass wir uns Gedanken zu den Anforderungen und Möglichkeiten der jeweiligen Aufgaben machen und zu diesen konsequent Ideen entwickeln und Möglichkeiten der Umsetzung erarbeiten.

Die einzelnen Aufgaben besprechen wir nicht analytisch im Vorfeld; stattdessen werden wir  ins “ kalte Wasser“ geworfen. Wir sollen unseren „eigenen Weg“, unsere Form finden – in Texten, Sprachbildern, scheinbar objektiven Protokollen, Realität vorgaukelnden Fotos oder auch als „Lebensbeweis“ in einer Schachtel.

Die Themen sind sehr spannend und berühren oft vordergründig belanglose Aspekte, die viele Menschen unmittelbar betreffen oder, über die sich jeder Mensch schon vermeintlich Gedanken gemacht haben könnte.

Kyra T., Laszlo W., Q1

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