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25 Februar 2021
 Februar 25, 2021

 

HAPPY PURIM!

 

Seit 1700 Jahren gibt es jüdisches Leben in Deutschland. Dieses Jubiläum ist Anlass für die christlichen Kirchen, Gemeinsamkeiten zwischen Judentum und Christentum in den Blick zu nehmen und damit ein deutliches Zeichen zu setzen: Unsere Religion stammt vom Judentum ab! Christen und Juden sind Schwestern und Brüder! Für Antisemitismus gibt es in Deutschland keinen Platz! Dies muss leider angesichts wieder zunehmender judenfeindlicher Tendenzen auch in unserer Stadt deutlich betont werden.

Wir am Carl-Humann-Gymnasium wollen dieses Jubiläum aktiv begleiten. Darum schließen wir uns der Initiative der christlichen Kirchen an, die den Titel trägt: „Beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“. Unter diesem Motto wollen auch wir auf Gemeinsames schauen und gute Beziehungen achten.

 

Viele Feste, die wir feiern, stehen in engem Zusammenhang zu jüdischen Festen.

Das gerade hinter uns liegende Karnevalsfest konnte in diesem Jahr leider nicht so ausgelassen wie sonst gefeiert werden, aber ein wenig war doch davon zu spüren: Fantasievolle Verkleidungen, fröhliche Musik, Süßigkeiten und Umzüge zumindest online. Am Aschermittwoch war dann alles vorbei – für Christen hat mit diesem Tag die Fastenzeit begonnen, die sechswöchige Vorbereitung auf Ostern. Vorher hat  Karneval die Welt aber noch einmal richtig auf den Kopf gestellt.

 

Purim wird ähnlich gefeiert wie Karneval, hat aber einen anderen, ernsten Hintergrund, den wir im biblischen Esther-Buch nachlesen können: Im persischen Großreich plant Premierminister Haman ein Massaker an den Juden. Esther aber, die jüdische Frau des Königs, kann es verhindern und das ganze jüdische Volk vor seinen Feinden retten. Diese Rettung wird bis heute gefeiert – nach jüdischem Kalender in diesem Jahr am 26. Februar. Neben dem Verlesen der Esther-Geschichte gehört zu diesem Fest auch eine Festmahlzeit und Gaben an Freunde und Bedürftige. Als traditionelle Süßigkeit werden so genannte Haman-Taschen zubereitet, dreieckige Plätzchen, die mit Marmelade, Mohn oder Datteln gefüllt sind. Außerdem stößt man auf das Leben an, verkleidet sich und die Kinder erzeugen mit Ratschen möglichst viel Krach. Dazu finden in Israel auch Straßenumzüge mit geschmückten Wagen, Musik und Tanzgruppen statt.

 

In diesem Sinne wünschen wir allen Mitgliedern der Schulgemeinde, die jüdischen Glaubens sind:

Ein schönes Purimfest! Happy Purim! Chag Purim Sameach!

חג פורים שמח

 

 

Es grüßt herzlich im Namen der Fachschaften Katholische und Evangelische Religionslehre

Dr. Sabine Felbecker

 

 

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