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19 November 2020
 November 19, 2020

Wir werden alle einmal sterben – ja, aber wollen wir darüber wirklich nachdenken? Ist es nicht besser, den Tod aus unserem Leben möglichst lange herauszuhalten? Welchen Sinn hat es, sich schon jetzt damit zu beschäftigen?

Genau diese Fragen haben sich im letzten Herbst die Schülerinnen und Schüler des katholischen Religionsunterrichtes der Klassen 9b und 9c gestellt. „Danke, wir sterben nicht!“ – diesen Arbeitstitel, angelehnt an eine bekannte Karikatur, trug das Projekt, das das Team „Zirkel“ um den freien Journalisten Gerd Felder mit mehreren Schulen im Ruhrgebiet durchführte. Unsere Gesellschaft, obgleich täglich tausendfach mit dem Tod konfrontiert, möchte ihn lieber tabuisieren, an den Rand drängen, nicht wahrnehmen. Die Neuntklässler jedoch haben die Begegnung mit dem Thema gewagt und eine Bestatterin nach Motiven und Erfahrungen ihres Berufs gefragt ebenso wie einen Priester, der Beerdigungen durchführt und Angehörige in ihrer Trauer begleitet. Sie haben sich auf Friedhöfen Gräber angeschaut und sich mit der Gestaltung von Särgen und Urnen befasst. Sie haben Todesanzeigen analysiert und eigene Beileidskarten entworfen. Und zwei Schülerinnen haben ein Totenbrett künstlerisch gestaltet.

All das fand am Ende seinen Weg in ein Buch, das ausschließlich Schülerbeiträge enthält und im Buchhandel zu erwerben ist:

Gerd Felder (Hg.): Wir sterben leider doch! Jugendliche widersprechen der Leugnung des Todes, Düsseldorf 2020  (ISBN 978-3-936057-67-6)

Wir sterben leider doch – dieses Projekt hat zu einem lesenswerten Buch geführt, aber auch zu intensiver Auseinandersetzung mit einem sperrigen Thema.

Text und Fotos: Felbecker

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