Schülerinnen und Schüler präsentieren das Leben von Nelli Neumann im Haus der Essener Geschichte

Im Rahmen des Erasmus+ Projekts zum Thema „Berühmte Frauen aus der Geschichte Essens und Guadalajaras“ beschäftigten sich deutsche und spanische Schülerinnen und Schüler intensiv mit herausragenden Frauenfiguren und ihren Lebensleistungen. Ziel des Projekts war es, die Bedeutung dieser Persönlichkeiten zu erkennen, ihre Geschichten zu reflektieren und ein tieferes Verständnis für die historische Rolle von Frauen zu entwickeln, die in traditionellen Darstellungen häufig vernachlässigt werden.

Beim Gegenbesuch in Essen stand die Initiative FrauenOrte NRW im Mittelpunkt. Die Jugendlichen setzten sich mit vier Frauenfiguren besonders intensiv auseinander: Mathilde von Essen, Nelli Neumann, Dore Jacobs und Fürstäbtissin Maria Kunigunde von Sachsen. Jede von ihnen prägte ihre Zeit auf unterschiedliche Weise – sei es durch Reformen, den Einsatz für Bildung, pädagogische Ansätze oder gesellschaftlichen Einfluss. Um ihre Lebenswege besser zu verstehen, besuchten die Schüler:innen die entsprechenden Erinnerungsorte, nahmen an Führungen teil, besichtigten Ausstellungen und sprachen mit Fachleuten vor Ort. Ergänzend dazu arbeiteten sie mit Literatur und Quellen und erstellten Steckbriefe, die sie als großformatige Plakate gestalteten. Diese hängen nun dauerhaft in der Schule aus und tragen dieses bedeutende Thema in die Schulgemeinschaft.

Ein besonderer Höhepunkt ergab sich aus der Resonanz in Essen: Während eines Projektbesuchs wurde das Haus der Essener Geschichte auf die Arbeit aufmerksam. Die Verantwortlichen luden die Gruppe ein, im Rahmen der feierlichen Eröffnung am 25. September 2025 als FrauenOrt NRW das Leben von Nelli Neumann vorzustellen. Damit erhielten die acht Schüler:innen aus den Jahrgangsstufen 10 und Q1 die Gelegenheit, ihre Ergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die Jugendlichen stellten zentrale Stationen von Neumanns Leben vor und nutzten u.a. Künstliche Intelligenz, um ihren letzten Brief vor der Deportation und Ermordung „vorlesen“ zu lassen – eine eindrucksvolle Verbindung von historischer Recherche und modernen Technologien. Vor Vertreter:innen der Presse, des Ministeriums und der Stadt Essen präsentierten sie ihre Arbeit und zeigten, wie lebendig Erinnerungskultur gestaltet werden kann.

Das Erasmus+ Projekt machte deutlich, wie praxisorientierte Projekte Geschichte greifbar machen können. Die Schüler:innen erweiterten nicht nur ihr Wissen über bedeutende Frauen, sondern entwickelten auch Kompetenzen in Projektarbeit, Präsentation und interkultureller Zusammenarbeit. Vor allem entstand ein neues Bewusstsein dafür, wie wichtig es ist, weibliche Lebensleistungen sichtbar zu machen und Erinnerungskultur aktiv mitzugestalten.

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