Nachruf auf unseren ehemaligen Kollegen
Sebastian Fischer
*22. Februar 1956 +16. September 2026
Wir trauen um unseren ehemaligen Kollegen Sebastian Fischer, der von 2011 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2021 an unserer Schule mit viel Leidenschaft seine Fächer Chemie und Geschichte vertreten hat.
Beide Fächer hat er so unterrichtet, dass die Schülerinnen und Schüler stets den Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit erkennen konnten.
Besonders am Herzen gelegen hat ihm als Geschichtslehrer die unterrichtliche Auseinandersetzung mit dem 3. Reich. So hat er in diesem Zusammenhang, zusammen mit einer Geschichtskollegin, die Erinnerungskultur an unserer Schule maßgeblich geprägt und seit 2013 Schülerreisen in die Gedenkstätte Auschwitz verantwortlich mit organisiert und viele Male selbst begleitet.
Auch Schulveranstaltungen wie die jährliche Erinnerung an die Reichspogromnacht hat er engagiert unterstützt.
Neben dieser Arbeit hat er eine Zeit lang die Verantwortung für die Planung des Stunden- und Vertretungsplanes übernommen.
Als Freund klassischer Musik hat er mit seiner Stimme den Lehrerchor unterstützt, wenn der Chor zum Beispiel in Weihnachtsgottesdiensten gesungen hat.
Auch wenn dem Tennissport seine besondere Liebe gegolten hat, hat er doch auch mit anderen Kollegen gerne in der Schule Fußball gespielt. So gehörte Sebastian Fischer mit in den Kreis der ersten Bundesligatipper, der sich unter den begeisterten Fußballkolleg:innen gefunden hat. Nicht nur diese Tippgemeinschaft hat er über seinen Ruhestand bis zur letzten WM-Teilnahme gepflegt. Auch mit den Kolleg:innen der Chemiefachschaft hat er sich nach seiner aktiven Zeit häufiger beim Bochumer Musiksommer getroffen.
Wir haben Sebastian Fischer als aktiven, weltoffenen, humorvollen und engagierten Menschen in unserer Mitte erlebt. Um so mehr hat uns die Nachricht seines plötzlichen und unerwarteten Todes betroffen und traurig gemacht.
Mit seiner Frau, seinem Sohn und seiner Familie trauern wir um Sebastian Fischer. Die Schulgemeinde wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Für die Schulgemeinde
Thomas Reuter


