Frohe Ostern

Am frühen Sonntagmorgen, kurz vor Tagesanbruch: die Überraschung! Die Botschaft des Engels an die Frauen, die gekommen sind, um sich noch einmal um den toten Körper Jesu zu kümmern, ist kurz und knapp: „Der, den ihr sucht, ist nicht hier! Jesus ist auferstanden! Der Gekreuzigte lebt!“

Dieses wunderbare, unvergleichliche, lebensverheißende Ereignis hatte am Freitag davor wohl keiner kommen sehen. Wie auch! Für alle, die Jesus auf seinem letzen Weg begleitet hatten, war klar: Nach brutaler Folter und grausamer Hinrichtung am Kreuz musste Jesus verloren sein.

So wurde der Karfreitag Jesu zum Inbegriff schmerz- und leidvoller, hoffnungsloser Lebenserfahrung. Eine Erfahrung, die all jene teilen, die in diesen Tagen von persönlichen Schicksalsschlägen getroffen sind oder unter fremder Gewaltherrschaft, Terror und Krieg leiden, ausgerufen auch im Namen Gottes.

Wer den Gott sucht, den Jesus verkündigt hat, wird ihn aber nicht in den Regierungszentralen der Mächtigen finden, die in Selbstherrlichkeit Menschen unterdrücken und die Welt in Brand setzen. Wer den Gott sucht, den Jesus verkündigt hat, wird auf das Kreuz schauen müssen. In Jesus stellt Gott sich ganz auf die Seite der Leidenden und Opfer. Ohne wenn und aber! Nur dort ist er zu finden. Gott ist der mitleidende Gott. Er steht solidarisch an der Seite derer, die durch menschenverachtende Ideologien unterdrückt, verfolgt, misshandelt oder ausgebombt werden.

Weil Gott ein lebensbejahender Gott ist, ist das Kreuz Jesu zugleich auch Gottes Anklage gegen all jene, die glauben, in seinem Namen das Leben mit Füßen treten zu dürfen.

Weil Gott ein lebensbejahender Gott ist, ist die Auferweckung Jesu Gottes logische Antwort auf den Karfreitag Jesu. Ist Ostern Gottes logische Antwort auf die Karfreitage unserer Welt. Ist Ostern das Versprechen Gottes, dass zuletzt das Leben siegt: Heil, Frieden und Freiheit für alle, die an dieser Welt leiden. Darum ist es für alle ganz selbstverständlich, die diesem Versprechen Gottes vertrauen, gegen jede lebensverneinde Stimmung und Haltung die lebensbejahende und zukunftsorientierte Stimmung von Ostern zu setzen: in Wort und Lied, durch Liebe und Protest.

In diesem Sinne wünscht die Evangelische und Katholische Fachschaft der gesamten Schulgemeinde frohe Ostern.

Stellvertretend grüßen herzlich

Joachim Dahlhoff und Sabine Felbecker

Happy Purim!

Während Christen und Muslime Fastenzeit haben, feiern unsere jüdischen Schwestern und Brüder vom Abend des 2. März an ein fröhliches, ausgelassenes, karnevalähnliches Fest mit Verkleidung