Erasmus+: Das CHG zum zweiten Mal zu Gast in Warschau an der Szkoła Sióstr Nazaretanek (13.-17.4.26)

Im folgenden Bericht möchte ich Ihnen und euch einen Einblick in meine Zeit bei einer Gastfamilie im Rahmen unseres Erasmus+-Austauschs geben. Ein Schüleraustausch ist eine einmalige Erfahrung und jedem zu empfehlen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es für viele unvorstellbar oder sogar beängstigend klingt, für eine Woche – oder länger – in einem fremden Land bei einer fremden Familie zu wohnen. Genauso ging es mir anfangs auch. Beim zweiten Austauschangebot habe ich mich dann doch getraut und beworben. Ich merkte schnell, dass so ein Austausch ganz anders ist, als ich ihn mir vorgestellt hatte.

Wir sind morgens in einer kleinen Gruppe in Begleitung von Frau Höch und Herrn de Greiff nach Warschau geflogen. Der Empfang für uns und unsere Lehrkräfte war außerordentlich herzlich. In Kleingruppen wurde uns die Schule gezeigt. In den Treppenhäusern und an den Wänden hingen Plakate mit polnischen Wörtern und ihrer Übersetzung, sodass wir einige Wörter lernen konnten. Mit der korrekten Aussprache haben uns unsere Austauschschülerinnen natürlich geholfen. Diese Idee hat mir persönlich besonders gut gefallen, da die Hauptsprache unseres Projekts zwar Englisch war, wir so jedoch auch die Möglichkeit bekamen, ein paar polnische Wörter zu lernen. Um nochmals die Namen aufzufrischen, haben wir einige Kennenlernspiele gespielt.

Gegessen wurde mittags immer in der schuleigenen Kantine. Was mich persönlich sehr gefreut hat, ist, dass das Essen dort vor Ort frisch gekocht wurde – das hat man auch geschmeckt. Ich fand das Essen in der Kantine sehr lecker. Am Ende des Schultags wurden meine Austauschschülerin und ich von ihrer Mutter abgeholt. Die Familie hat mich sehr offen und freundlich aufgenommen und alles dafür getan, dass ich mich wohlfühlte. Wir haben abends zusammen gegessen. Danach zeigte man mir die nähere Umgebung und die Innenstadt. Dabei erfuhr ich viele interessante Dinge, die mir vermutlich keine Stadttour besser hätte vermitteln können.

Das Programm in Polen hat mir gut gefallen, auch wenn es immer mal den einen oder anderen Programmpunkt gibt, der einen selbst nicht anspricht. Neben ein paar Museumsbesuchen, die überraschenderweise ziemlich interessant waren, haben wir während einer Stadtführung viel über die Vergangenheit Warschaus gelernt. Die Stadtführerin war mir sehr sympathisch, da sie wirklich Spannendes erzählt und uns besondere Gebäude und Plätze gezeigt hat. Auch in der Schule hatten wir ein abwechslungsreiches Programm. Beispielsweise haben wir einen Debattier-Workshop gemacht und anschließend auch eine Debatte mit Jury gehalten. Des Weiteren haben wir einen Kunstworkshop gestaltet, bei dem wir die Landesfarben genutzt haben, um eine Verbindung darzustellen.

Ein Erlebnis, das mir besonders in Erinnerung geblieben ist, ist folgendes: Am letzten Tag haben wir im nahegelegenen Park in Kleingruppen nach bestimmten Gebäuden und Statuen gesucht. Währenddessen konnten wir die Eichhörnchen dort füttern. Unsere Austauschschülerinnen gaben uns Nüsse, die sie extra dafür mitgenommen hatten. Die Eichhörnchen sind, wenn man sie gerufen hat, zu einem gekommen und haben die Nüsse sogar aus der Hand genommen.

Ich habe mich wirklich sehr wohlgefühlt und würde deshalb jedem Schüler und jeder Schülerin eine solche Erfahrung ans Herz legen. Denn alle anfänglichen Sorgen und Befürchtungen sind völlig unbegründet – die Gastfamilien sind unglaublich nett. Ebenfalls standen uns die polnischen Lehrkräfte sowie Frau Höch und Herr de Greiff bei Fragen immer zur Verfügung. Auch unsere Austauschschülerinnen und unsere Gasteltern waren sehr aufmerksam und hilfsbereit. Ich bekam ein eigenes Zimmer und hatte jederzeit die Möglichkeit, nach allem zu fragen, was ich brauchte. Morgens frühstückten wir meist zusammen – manchmal nur meine Austauschschülerin und ich. Jeden Morgen fuhren wir zum Bäcker, um Kleinigkeiten für den Tag zu kaufen. Meine Gasteltern bereiteten mir täglich anderes polnisches Essen zu, damit ich die polnische Küche kennenlernen konnte. Wir haben sehr viel gemeinsam unternommen – sowohl als Familie als auch in der Schülergruppe. Oft saßen wir abends zusammen. Da meine Austauschschülerin und ich allerdings beide in der Woche nach dem Austausch Klausuren schreiben mussten, haben wir auch nachmittags gemeinsam gelernt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen und euch einen guten Einblick geben und vielleicht den einen oder die andere an unserer Schule zu einem Austauschprojekt durch das Förderprogramm Erasmus+ ermutigen.

Fiona (Q1)

Rumänien-AG bei „Essen Original“

Auch in diesem Jahr war die Rumänien-AG beim Stadtfest “Essen Original“ dabei und bot Kaffee und selbst gebackenen Kuchen an. Von 13 bis 18h zeigten