Das CHG bei der Alympiade 25/26

Die Alympiade ist ein jährlich stattfindender, international ausgerichteter Mathematikwettbewerb für Schüler*innen der Jahrgangsstufen 10 bis 13. Anders als bei klassischen Mathematikwettbewerben steht dabei nicht das möglichst schnelle Lösen anspruchsvoller Rechenaufgaben im Mittelpunkt. Stattdessen sehen sich die Teilnehmenden einer komplexen, realitätsnahen Problemstellung gegenüber, für die es weder einen vorgegebenen Lösungsweg noch eine eindeutige Musterlösung gibt.

Über mehrere Stunden hinweg analysieren die Teams die Ausgangssituation, entwickeln eigene mathematische Modelle, hinterfragen ihre Annahmen und wägen unterschiedliche Lösungsstrategien gegeneinander ab. Erst durch intensives Diskutieren, Ausprobieren und Verwerfen von Ideen entstehen tragfähige Lösungsansätze, die abschließend in einem wissenschaftlich orientierten Bericht dokumentiert werden.

Die Alympiade fordert damit weit mehr als mathematisches Fachwissen. Kreativität, Teamarbeit, Kommunikationsfähigkeit, Ausdauer sowie die Fähigkeit, auch unter Zeitdruck begründete Entscheidungen zu treffen, sind entscheidend für den Erfolg.

Auch in diesem Schuljahr vertraten zwei Teams mathematikbegeisterter Schüler*innen – Team Lebkuchen und Team Newtons Äpfel – das CHG erfolgreich bei der Alympiade.

 Doch wie erlebt man einen Wettbewerb, bei dem es keine vorgezeichneten Lösungswege gibt?

Was motiviert Schülerinnen und Schüler, sich einer solchen Herausforderung zu stellen?

Und welche Erfahrungen nehmen sie aus diesem besonderen Wettbewerb mit?

Im Folgenden lassen Euch die Teilnehmenden selbst an ihren Erfahrungen teilhaben.

 

1. Warum hast du dich entschlossen an der Alympiade teilzunehmen?

    • „Ich habe teilgenommen, weil ich mich einer neuen Herausforderung stellen wollte und es spannend fand, Aufgaben zu bearbeiten, die anders als im normalen Unterricht sind.“
    • „Ich wollte mich einer neuen mathematischen Herausforderung stellen und sehen, wie weit ich über den normalen Schulstoff hinausgehen kann.“
    • „Mein Interesse hat die Alympiade geweckt, weil die Aufgaben über gewöhnliche Schulaufgaben hinaus gehen und mir das Lösen solcher Aufgaben besonders Spaß macht.“


2. Inwiefern unterscheiden sich die Aufgaben der Alympiade von Matheaufgaben aus dem Unterricht?

    • „Die Aufgaben fordern eigenes entwickeln von problemorientierten Lösungen, während bei typische Matheaufgaben bereits gegebenen Formeln nur angewandt werden müssen. Typische Schulaufgaben sind generell nur darauf ausgelegt bereits gelerntes Wissen auf neue Aufgaben anzuwenden um zu einer Lösung zu gelangen. Bei der Alympiade jedoch, werden ohne gegebene Formeln versucht auf ein optimales Ergebnis zu gelangen. Zudem wird bei der Alymipiade zwischen Lösungen abgewogen. Es gibt nicht immer ein klares falsch, bzw. richtig.“ 
    • „Die Aufgaben sind viel kreativer und praxisbezogener, außerdem erfordert es das logische Um-die-Ecke-Denken.“
    • „Die Aufgaben sind viel offener. Es gibt nicht immer direkt einen richtigen Weg, sondern man muss selbst überlegen und verschiedene Ideen ausprobieren.“

 

3. Welche Vor-/Nachteile hat es die Aufgaben im Team zu bearbeiten?

    • „Pro: Es kann gleichzeig an mehreren Problemen gearbeitet werden. Contra: Da alle Aufgaben auf die Letzte aufbauen, welche die Hauptaufgabe ist, ist es optimal, wenn jeder sich über alle Aufgaben einen Überblick verschafft. Dies kann bei unterschiedlichen Denkansätzen erschwerend sein. Es wird die Teamarbeit auch vorgesehen. Für eine Person allein zu arbeiten ist dementsprechend erschwerend. Dadurch sollte die Kommunikation und Motivation im Team natürlich stimmen.“
    • „Wenn man sich zuerst gut abspricht und organisiert, kann man schneller mit den Aufgaben fertig werden und sich die Arbeit teilen. Außerdem kann man sich immer eine zweite Meinung dazu holen, wenn sich bei einer Lösung unsicher ist.“

 

    • „Vorteile: Man kann sich die Aufgaben aufteilen und absprechen. Außerdem kann man sich gegenseitig motivieren. Nachteile: man kann sich streiten, man muss sich einigen und es kann auch ablenkend sein.“

 

4. Wie schwierig sind die Aufgaben auf einer Skala von 1 bis 10?

 (1 = ganz leicht, 10 = ganz schwer)

    • „Die ersten Aufgaben hatten keinen besonders hohen Schwierigkeitsgrad. Sie sind dazu gedacht in das Hauptproblem einzuleiten. Jedoch können diese Aufgaben wertvolle Zeit kosten. An sollte nicht zu lange mit ihnen sich beschäftigen.  Den ersten Aufgaben im ganzen eine 5/10 geben, sie werden steigernd schwieriger. Die Hauptaufgabe ist dementsprechend deutlich anspruchsvoller. Diese können mit 9/10 bewertet werden. Es sind Aufgaben die sehr herausfordernd sind, jedoch nicht unmachbar.“
    • „Eine starke 8.“
    • „Ich würde die Aufgaben mit einer 7 von 10 bewerten. Sie sind anspruchsvoll, aber wenn man konzentriert arbeitet und gemeinsam nach Lösungen sucht, kann man sie gut bewältigen.“

 

5. Was würdest du zukünftigen Teilnehmer*innen als Tipp mitgeben?

    • „Stellt ein Team auf, bei dem jeder Bock hat das Ding zu gewinnen und ihr zusammen ein gutes Team bildet. Besonders wichtig ist jedoch: Habt Spaß bei dem, was ihr tut und genießt die Zeit!“
    • „Sich auf jeden Fall die Aufgaben aus den letzten Jahren angucken und schauen welche Apps/ Fähigkeiten für die Aufgaben braucht.“
    • „Lasst euch nicht entmutigen, wenn ihr eine Aufgabe nicht sofort versteht. Manchmal hilft es, kurz Pause zu machen oder ein Problem aus einer völlig anderen Perspektive zu betrachten.“

 

6. Worauf bist du rückblickend besonders stolz?

    • „Dass ich bis zum bitteren Ende geblieben bin und versucht habe alle Aufgaben zu lösen, anstatt aufzugeben und zu gehen.“
    • „Ich bin besonders stolz darauf, dass wir als Team auch bei den schwierigsten Aufgaben nicht aufgegeben und letztendlich eine Lösung gefunden haben.“
    • „Ich bin stolz, dass ich ein paar Aufgaben total alleine gemacht habe und dass wir es geschafft haben eine Lösung als Team abzugeben.“