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Studienfahrt des Deutsch-Leistungskurses nach Berlin und Weimar

30 Oktober 2018
 Oktober 30, 2018

Wie jedes Jahr ging es auch dieses Jahr für die Schülerinnen und Schüler der Q2 in der letzten Woche vor den Herbstferien auf Kursfahrt. Damit wurde der Grundstein für eine aufregende, lehrreiche und nicht zuletzt emotionale Fahrt gelegt, dessen Programmplan abwechslungsreich von Herrn Reuter und Frau Raschik gestaltet wurde.

Als Deutsch LK besuchten wir unsere Hauptstadt Berlin und reisten in der Halbzeit unserer Fahrt nach Thüringen, um uns in Weimar auf den Spuren Goethes zu begeben.

Nachdem wir am ersten Tag gemeinsam im Berliner A&O Hostel eingecheckt hatten, genossen wir unsere Freizeit in Kleingruppen und erkundeten Berlin auf eigene Faust, bis wir den Abend zusammen mit Herrn Reuter und Frau Raschik im Berliner Ensemble während des Einpersonen-Theaterstücks „Die Frau, die gegen Türen rannte“ ausklingen ließen. Das eigentliche Programm unserer Fahrt begann dann schließlich am darauffolgenden Morgen. Nachdem wir eine intensive und lehrreiche, einstündige Führung im Berliner Pergamonmuseum genossen hatten, in welchem wir einen umfassenden Einblick in die Architektur der Vergangenheit sowie in diverse Mosaik- Muster erhielten, erwartete uns anschließend eine eineinhalbstündige Führung in der Gedenkstätte Hohenschönhausen. Für einige

Interessierte ging es anschließend noch zu einer Führung in die Berliner Unterwelt.

Der Dienstag entpuppte sich für uns auch schon als der letzte Tag in unserer Bundeshauptstadt. Nachdem wir ein hohes Zeitlimit zur individuellen Verfügung gestellt bekommen haben, in welchem wir uns unter anderem das Brandenburger Tor und das Reichstagsgebäude angesehen haben, trafen sich alle Kursteilnehmer in der Niederkirchenstraße wieder, um an einer einstündigen Führung zum Thema „Nationalsozialismus“ in dem Museum „Topographie des Terrors“ teilzunehmen.

Den letzten Abend in Berlin nutzen wir dazu, um alle gemeinsam zusammen essen zu gehen. Zum krönenden Abschluss waren noch einige Kursteilnehmer zusammen mit Herrn Reuter und Frau Raschik in der Discothek Matrix feiern, bevor wir am Mittwochmorgen zu unserer Fahrt nach Weimar aufbrachen.

Nachdem wir nach einer anstrengenden, vierstündigen Fahrt am Weimarer Hauptbahnhof angekommen waren und in unserem A&O Hostel eingecheckt hatten, nutzten wir den restlichen Tag um uns mit der Stadt Weimar vertraut zu machen. Herr Reuter führte uns durch schmale Gassen bis hin zu bekannten Gebäuden, welche sich unter anderem als Goethes und Schillers Wohnhaus offenbarten.

Am darauffolgenden Donnerstag sahen wir das Haus Goethes und die Anna Amalia Bibliothek nicht nur von außen, sondern erhielten ebenfalls einen Einblick über das Innere der Gebäude, welche nicht zuletzt durch ihre rustikale Einrichtung einen beeindruckenden Eindruck hinterließen.

Zuvor erhielten wir eine 90-minütige Übersichtsführung in der Gedenkstätte Buchenwald, welche den gesamten Kurs zutiefst erschütterte. Die menschenunwürdigen Behandlungen, die kaltblütige Ermordung riesiger und vor allem unschuldiger Bevölkerungsgruppen wurde uns an diesem Ort dargelegt. Schlimme und unmenschliche Ereignisse, die einem selbst unglaublich realitätsfern erschienen, offenbarten sich durch die Besichtigung des Konzentrationslagers umso mehr als grausame Realität, die sich vor nicht einmal einem Jahrhundert unmittelbar in unser Umgebung abspielte. An dieser Stelle möchte ich hinzufügen, dass sich ein solches Ereignis nie mehr wiederholen darf und dass sich jeder intensiv mit diesem Thema, den Auswirkungen und den Folgen eines solchen Ereignisses auseinandersetzen sollte, um eine Wiederholung dessen um jeden Preis zu verhindern.

Nachdem auch unser letzter Abend in Weimar mit einem Theaterbesuch ausgeklungen war, startete der Freitag aufgrund der zeitnahen Abreise schon sehr früh morgens und wir versuchten noch ein paar wenige, letzte Eindrücke von Weimar zu sammeln, bis wir um 13.03 Uhr unsere Rückfahrt nach Essen antraten.

Rückblickend lässt sich sagen, dass die Kursfahrt sehr gelungen ist und dass das Miteinander innerhalb des Kurses gestärkt wurde.

Text: Jana Eidberger, Q2

Fotos: RR

Eine Animation des Pergamon-Altars, den Carl Humann ab 1878 in Kleinasien ausgrub und später nach Berlin brachte. Zur Zeit ist der Altar wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen.

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