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Schüleraustausch mit Australien

10 April 2016
 April 10, 2016

Die Bezirksregierung Düsseldorf vermittelt Schüleraustauschmaßnahmen und Stipendienangebote ausländischer Regierungen. Bei den Schüleraustauschprogrammen des Landes NRW handelt es sich um individuellen Schüleraustausch auf Gegenseitigkeit, mit dem Ziel, Sprachfähigkeit und soziale Kompetenz im interkulturellen Raum zu erweitern. Sie finden in der Regel während der Schulzeit statt. Die teilnehmenden Schulen und Familien erklären sich bereit, die Austauschschülerinnen und -schüler aufzunehmen, zu betreuen und in das Alltagsleben zu integrieren. Bewerbungsschluss ist jeweils der 31. Januar eines Jahres. In diesem Schuljahr hatte unser Schüler Theo T. aus der Jahrgangsstufe EF das Glück, einen der begehrten Austauschplätze mit Australien zu erhalten. Im nachstehenden Beitrag berichtet er über seine Erfahrungen.

 

Im vergangenen Jahr habe ich durch ein Stipendium der Bezirksregierung Düsseldorf die Möglichkeit bekommen an einem zweimonatigen Austauschprogramm nach Australien teilzunehmen. Das Programm enthielt einen zweimonatigen Aufenthalt in Brisbane bei einer Gastfamilie und einen zweimonatigen Aufenthalt des australischen Austauschschülers in Deutschland.

In der letzten Sommerferienwoche flog ich dann 20 Stunden nach Brisbane, eine 2-Millionen-Stadt, an der Ostküste Australiens. Dort verbesserte ich nicht nur meine englischen Sprachkenntnisse, sondern lernte auch einen neuen Kontinent kennen. Der Jetlag bereitete mir in der ersten Woche im Gegensatz zum Wetter Schwierigkeiten. Obwohl ich im „tiefsten“ Winter in Australien gewesen bin, betrug die Temperatur meistens über 25 Grad. Mit der Sprache hatte ich, auch wenn ich es anders erwartet hatte, wenig zu kämpfen. Ich verstand sehr viel und merkte, wie sich mein Englisch ständig verbesserte. Auch alltägliche Dinge waren anders. Statt einer Heizung besaß jedes Haus eine Klimaanlage, die öffentlichen Verkehrsmittel waren um Längen schlechter als die in Deutschland und man bekam in Australien ein ganz neues Zeit- und Größengefühl. Eine zweistündige Fahrt, mit der man von Deutschland aus in viele verschiedene Länder kommt, ist in Australien plötzlich nicht mehr lang und reicht gerade mal so, um in die nächste große Stadt zu kommen. Auch die Umgebung war anders. Es gab Palmen und verschiedene Tiere, die ich zum Glück zum Großteil nicht gesehen habe. Auch die Schule unterschied sich stark. Es wurde eine Uniform getragen, jeder Schüler besaß einen eigenen Laptop auf dem in der Schule gearbeitet wurde und man hatte viel weniger Stunden und Fächer. Meine Fächer waren Mathe, Deutsch, Englisch, Sport, Holzarbeit und Jura. Das Schulgelände bestand aus mehreren Sportplätzen und Gebäuden für die jeweiligen Fächer. Die Schule glich der Größe nach eher einem Dorf, als einer Schule. Besonders die Strände gefielen mir in Australien sehr gut. Dazu fuhr ich meistens an die Gold Coast. Die Wellen waren viel höher und das Wasser viel wärmer, als ich es von zu Hause kannte. In Australien waren die Sportarten Rugby und Football besonders populär. Football ist in diesem Fall aber eine Mischung aus Fußball und Rugby. Die australische Liga dafür heißt AFL. Aber auch Fußball wird dort immer populärer.

Als mein Austauschschüler Harrison nach Deutschland kam, war es sehr kalt hier. Auch er lernte viele neue Dinge kennen. Die Schule, die Umgebung und die Sprache waren auch für ihn eine Umstellung. Da die Australier nicht so gut Deutsch sprechen wie wir Englisch, war es für ihn am Anfang schwer. Ich unterhielt mich zweisprachig mit ihm, damit er mich zwar verstehen konnte, er aber auch die deutsche Sprache lernen konnte. Wir zeigten ihm die Städte Amsterdam, Köln und Düsseldorf. Wir waren mit ihm im Schalke-Stadion, auf dem Weihnachtsmarkt und haben verschiedene Sehenswürdigkeiten besucht. Besonders das deutsche Essen stellten wir ihm vor. Abschließend kann ich jedem empfehlen, der seine Sprachkenntnisse verbessern und viele Erfahrungen machen will, ein solches Austauschprogramm zu machen. Es hat mir sehr viel sowohl menschlich als auch sprachlich gebracht.

 

Text und Fotos: Theo T. (EF)

 

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