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Klassenleitungskonzept

„Classroom Management“ ist eines der Zauberwörter, die in den letzten Jahren durch die pädagogische Fachliteratur geistern. „Classroom Management“ will Wege und Möglichkeiten aufzeigen, wie durch verlässliche Vereinbarungen unter Lehrern und Schülern Abläufe im Klassenzimmer vereinfacht werden, bestimmte Handlungen automatisch erfolgen und so allen Beteiligten weniger Zeit und Energie abverlangen, indem klassenübergreifend ähnliche Bedingungen geschaffen werden.

Dabei ist das Konzept prozesshaft zu sehen, so dass Änderungen und Erweiterungen jederzeit nach Bedarf vorgenommen werden können. Zu diesem Zweck wird zu Beginn eines jeden Schuljahres das bereits bestehende Konzept durch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer evaluiert und gegebenenfalls den neu gewonnenen Erkenntnissen angepasst. Danach verpflichten sich diese Kolleginnen und Kollegen, sich in dem neuen Schuljahr an die getroffenen Vereinbarungen zu halten.

Vereinbart werden sowohl organisatorische als auch methodische Vorgehensweisen, zum Teil unter Benennung konkreter Termine. Dazu gehören insbesondere

  • Gestaltung der ersten Unterrichtstage eines neuen Schuljahres,
  • Erstellen von Ritualen, Klassenregeln und Festlegen möglicher Konsequenzen bei etwaigen Verstößen,
  • für die neuen Fünftklässler Besuch der zukünftigen Klassenlehrer an den abgebenden Grundschulen, damit nahtlos an die dort erlernten Regeln und Rituale angeknüpft werden kann,
  • Module aus dem Lions-Quest-Programm zum „Erwachsen werden“, um die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken,
  • Festlegung einer sinnvollen Sitzordnung, die das „Teambuilding“ innerhalb der Klassen begünstigt und Ausgrenzungen vorbeugen,
  • generelle Maßnahmen zur Festigung der Klassengemeinschaft,
  • die Optimierung der Kommunikationsmöglichkeiten der Klassenkolleginnen und -kollegen untereinander.

Besondere Bedeutung kommt aber auch insgesamt dem Lions-Quest-Programm zu. Es wird regelmäßig in den Unterrichtsalltag der Kinder integriert, um die Beziehungen innerhalb der Klassengemeinschaft zu analysieren und zu verbessern. Auf diesem Weg soll das Selbstwertgefühl der Schülerinnen und Schüler gestärkt werden, sie sollen lernen, ihre eigene Position zu vertreten, Versuchungen zu widerstehen, ihre Gefühle gerade zur Zeit der Pubertät zu verstehen.

  • Neben Dingen des alltäglichen Schulalltags werden auch besondere Projekte und Eckpunkte des Schuljahres gemeinsam vorbereitet:
  • Einsatz der Streitschlichter,
  • die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Eltern bei der reibungslosen Organisation des Umgangs mit Hausaufgaben,
  • die Vorbereitung der Klassenfahrt,
  • den Skills Day des Faches Englisch in der Unterstufe (Besuch der Ruhr-Universität in Bochum),
  • intensive Beratungen zur Wahl der zweiten Fremdsprache und zur Wahl der Differenzierungsfächer,
  • die Organisation des Übermittags-Bereiches an Tagen mit Nachmittagsunterricht,
  • Veranstaltungen zum Thema „soziale Netzwerke“,
  • Beratung der Mädchen und Jungen im Rahmen der Gesundheitserziehung von Ärzten und einer Ärztin zu geschlechtsspezifischen Fragestellungen und Themen,
  • intensive Zusammenarbeit der Koordinatoren Unter-, Mittel- und Oberstufe zur Gewährleistung eines harmonischen Überganges in die jeweils neuen Bereiche,
  • regelmäßige Veranstaltungen für Schüler und Eltern zur Medienerziehung (vgl. Medienkonzept),
  • regelmäßige Veranstaltungen für Schüler und Eltern zur Gesundheitsförderung (vgl. Gesundheitskonzept).

Bei allen vereinbarten Konzepten ist es uns ein großes Anliegen, mit Schülern und Eltern in engem Kontakt zu bleiben, die Wirksamkeit der Maßnahmen zu überprüfen und zu hinterfragen und vor allem auch immer offen zu sein für neue Entwicklungen und Herausforderungen in unserem pädagogischen Alltag.