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GRIPS – mit Köpfchen gemeinsam arbeiten

2 Januar 2018
 Januar 2, 2018

Elias, Nick und Robin aus der 4. Klasse warten schon gespannt in der Turnhalle der Winfriedschule. Sie haben von zu Hause ein paar Bücher über Drachen und Dinosaurier mitgebracht. Das ist ihr Wunschthema, um mit Linus und Nick aus der 8c des Carl-Humann-Gymnasiums ein gemeinsames Projekt hierzu durchzuführen. Ihnen geht es genauso wie den anderen Kindern der 4a und 4b. Alle Kinder haben sich in Gruppen zu ihren Wunschprojekten zusammengetan und sind nun gespannt, auf wen sie treffen.

Es ist ein quirliges Treiben an diesem Morgen in der Turnhalle der Winfriedschule. Katja und Lara (8c) treffen auf Miguel und Cruz, um alles über das Tauchen zu erfahren. Lukas, Selma und Jule treffen auf Helena und Kim (8c), denn sie interessieren sich dafür, wie die Welt und die Planeten entstanden sind. So kunterbunt ist die Themenauswahl, die die zwei vierten Klassen und die achte Klasse des CHG in den nächsten drei Tagen beschäftigen wird. Es geht um Vulkane und ums Internet, die Entstehung von Wörtern und Zahlen und ums Fliegen, den Steinzeitmenschen und um Haie. Das Interesse der Grundschüler kennt keine Grenzen.

In den nächsten drei Tagen führen diese drei Klassen unterschiedlicher Jahrgangsstufen das Projekt GRIPS durch. GRIPS steht natürlich einerseits für „Köpfchen“. Aber es ist eigentlich die Abkürzung für „Grundschulen in Partnerschaft mit der Sekundarstufe“. In diesem altersübergreifenden Arbeiten lernen sowohl die Kleinen von den Großen als auch umgekehrt. Es ist eine klassische win-win-Situation. Die Achtklässler erleben sich in einer völlig anderen Rolle. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und sich selber zu organisieren, wenn sie ihr Thema für und mit den Viertklässlern vorbereiten. Die Grundschüler bauen Befangenheiten und Schwellenängste gegenüber den älteren Schülern an den weiterführenden Schulen ab und erleben es als sehr positiv, mit älteren Kindern im Team zu arbeiten.

Frau Neuhaus und Frau Michaelis, die Klassenlehrerinnen von der Winfriedschule und Frau Czerwinski vom Carl-Humann-Gymnasium führen das Projekt durch und begleiten die Schülerinnen und Schüler. Zwei Tage wird an der Grundschule gearbeitet und ein Tag an unserer Zweigstelle an der Jacob-Weber-Straße. Hierzu werden Stundenpläne umgestellt, Räume bereitgestellt und alles hergerichtet, damit die drei Klassen in kleinen Gruppen ihre Projekte erarbeiten können. Von Laptops bis zu Schneide- und Malwerkzeug darf es an nichts fehlen, denn am letzten Nachmittag gibt es vor den Eltern aller drei Klassen eine große Präsentation.

Zu Anfang herrschte noch etwas Unsicherheit bei allen Beteiligten, da wir ein solches Projekt noch nicht durchgeführt haben. Die Lehrer geben die Verantwortung an ihre Schüler ab und können nicht wirklich wissen, mit welchen Ergebnissen zu rechnen ist. Aber die Zuversicht und der Aufwand haben sich am Ende gelohnt. Es kamen viele Eltern zu dieser Themenpräsentation, der als eine Art Jahrmarkt arrangiert war. Die Eltern gehen von Stand zu Stand und lassen sich von den kleineren und größeren Schülern die Ergebnisse ihrer dreitägigen Arbeit darstellen. „Warum Menschen nicht fliegen können“ oder „Wie ein Vulkan entsteht.“ Die vielen positiven Rückmeldungen der Eltern wie der Kinder animieren uns, das Projekt in Zukunft weiter zu betreiben.

Text und Fotos: RR

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