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25 Februar 2018
 Februar 25, 2018

Besuch aus Indien im Religionsunterricht

 „Heute schon die Welt verändert?“ lautet das Motto der Fastenaktion 2018 des Hilfswerkes Misereor. Dabei richtet sich der Blick in diesem Jahr besonders auf das Land Indien, wo es sehr große Armut gibt. So ist Indien zur Zeit auch Thema im Religionsunterricht.

Die evangelischen und katholischen Schüler der siebten und achten Klassen freuten sich jetzt über einen besonderen Besuch: Schwester Jancy Antony aus dem westindischen Bundesstaat Maharashtra, Regionalkoordinatorin des Projektes „JEEVAN People-Led Empowerment (PLE)“, berichtete anschaulich von den Problemen in ihrem Land: Millionen Kinder gehen nicht zur Schule und die Zahl der Analphabeten ist hoch. Kinder arbeiten in Steinbrüchen und Fabriken als billige Arbeitskräfte mit äußerst geringer Bezahlung und unter gefährlichen Bedingungen ohne Schutz. Die Landbevölkerung hat oft unter Dürreperioden und Wassermangel zu leiden. Kilometerlange Wege zur nächsten Wasserstelle sind keine Seltenheit, und wenn der Regen ausbleibt, trocknen auch die Brunnen aus.

Doch einige Dörfer haben begonnen, eigenständig nach Lösungen zu suchen. Unterstützt durch JEEVAN haben sie mit vereinten Kräften große Regenrückhaltebecken gegraben, so dass während der Regenzeit genügend Wasser gesammelt werden kann. Nun sind die Brunnen gefüllt, Menschen und Vieh bekommen genug zu trinken und es kann Gemüse und Getreide angebaut werden. Damit noch mehr Dörfer diesen Weg gehen können, bedarf es außer der Motivation der Betroffenen auch der Unterstützung durch Menschen aus den reichen Ländern.

„Heute schon die Welt verändert?“ Uns, die wir jederzeit genug Wasser haben und eine gute Schulbildung als selbstverständlich ansehen, hat die Begegnung mit Schwester Jancy beeindruckt und zum Nachdenken gebracht.

Dr. S. Felbecker

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